Johanniterkirche
Baugeschichte
800 Jahre im Zeitraffer
Daten zur Baugeschichte der Johanniterkirche
13. Jahrhundert
Neu-Stiftung des Haller Spitals
Übernahme des städtischen Spitals durch die Johanniter
Erste urkundliche Erwähnung der Kirche
14. Jahrhundert
Rückübertragung des Spitals von den Johannitern auf die Stadt. St. Johann wird Filialkirche von St. Georg in Gottwollshausen
Erneute Kirchweihe
Dendrochronologische Datierung des Dachstuhls im Chor
15. Jahrhundert
Dendrochronologische Datierung des Dachstuhls im Längsschiff
Weihe des Erweiterungsbaus der Johanniterkirche
Dendrochronologische Datierung des Holzes im Glockentürmchen
16. Jahrhundert
Schließung der Kirche für die katholische Messe
19. Jahrhundert
Profanierung: Aufhebung der Pfarrei durch Erlass König Friedrichs I. vom 21.2. 1812
Verkauf an die Stadt
Kauf der Johanniterkirche durch die Stadt von der Kgl. Stiftungsverwaltung am 17.8.1816 bei 2.300 Gulden. Vorgesehen war die Kirche »zur Einrichtung eines Fouragemagazins zum Gebrauch bei Militärdurchzügen«
Turnhalle
»Die Pächter der Weilerkirche (Johanniterkirche) wurden aufgefordert, diese zu räumen. Hier sollte die neue Turnhalle eingerichtet werden…«
20. Jahrhundert
Anbau für den Turnlehrer
Schon 1921 wurde ein Anbau als Aufenthaltsraum für den Turnlehrer zwischen Chor und Schiff auf der Nordseite geplant, der erst nach der Inflation ausgeführt werden konnte.
Bauarbeiten und Archäologische Grabungen
Einbau der Holzempore
Veranstaltungs- und Ausstellungsraum, ab und an noch Turn- und Tischtennishalle
Erneuerung Turnheim
Angaben nach Stadtarchiv SHA 35/2744: Sandsteinspitze im Oktober 1955 wegen Baufälligkeit entfernt, erst im Mai 1961 erneuert.
Ursprünglich sollte die Spitze aus Kupfer sein, wurde dann laut Akten aber durch den Ludwigsburger Bildhauer Unkauf aus Stein angefertigt (vgl. auch Krüger: Johanniter-Orden Baugeschichte, S. 8).
Die Betonversion des Helmes stammt nach den vorhandenen Plänen in der Hochbauabteilung aus dem Jahr 1961. Die Turmspitze wurde nach einen Blitzschlag 1968 repariert.
Nutzung als Proberaum der Freilichtspiele Schwäbisch Hall und anderer Kulturveranstaltender.
21. Jahrhundert
Erstmalige Präsentation von »Anthony Caro. The Last Judgement Sculpture« und weitere Ausstellungen der Sammlung Würth folgen (Jutta Bosch und Krippen)
Erneute Turmsanierung (Juni)
Bildhauer Franz Raßl aus Gerabronn fertig Skulpturen für Wasserspeier an.
Verkauf an das Unternehmen Würth zur dauerhaften kulturellen Nutzung
Umbau und Anbau zur Nutzung als musealer Raum für die Alten Meister der Sammlung Würth
Wiedereröffnung der mit Mitteln der Würth-Gruppe generalsanierten Johanniterhalle am 21.11.2008
Mit Einzug der »Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen« von Hans Holbein d. J. wieder Umbenennung der Johanniterhalle zu Johanniterkirche.
Generalsanierung
zum musealen Bau
Hier ist Platz für eine Bildunterschrift Blindtext, sie kann zweizeilig sein und den Fotocredit enthalten
Die mehrjährige von der Adolf Würth GmbH & Co. KG getragene Generalsanierung umfasste den Einbau modernster Haus-, Sicherheits- und Klimatechnik nach musealen Standards sowie die Restaurierung des originalen gotischen liegenden Dachwerks von 1400/1401, das sich als eines der ältesten einer Art in Süddeutschland erweist. Zahlreiche, in der wechselvollen profanen Nutzung unsachgemäß hinzugekommene baulichen Ergänzungen mussten zunächst entfernt, Dekorelemente und der imposante Dachstuhl freigelegt und gereinigt, die Natursteinfassade restauriert, die Gewölberippen des Chors und die Gewände der Maßwerkfenster konservatorisch behandelt werden.
So wurde die Johanniterkirche wieder in ihrer ursprünglichen Gestalt, Qualität und Schönheit erlebbar. Ergänzt wurde während der Sanierung ein neues Kellergeschoss unter dem Kirchhof und ein moderner Anbau aus Glas und Stahl, teilweise verkleidet mit regionalem Sandstein. Dieser Bau schließt den Kirchhof zur nördlichen Seite hin ab und bietet den Raum für die nötige Infrastruktur eines Museums.